Katholische Aktionen

R. k. Predigt zum Anbetungstag

Gehalten am 20. März 2005 von GR Pfarrer Mag. Eduard Öhlinger in der römisch katholischen Pfarrkirche zur Heiligen Margareta in Niederranna, Gemeinde Mühldorf / Niederösterreich.
Am 20. März ist der Tag der „Ewigen Anbetung“ in der Parrei.
 
Thema:
 
„Das ist mein Leib,
der für euch hingegeben wird.“

 
Pastorales Anliegen:
 
Würdiger Empfang des Leibes Christi muss beachtet werden. Als Pfarrer ist das meine wesentliche Sorge. Sonst bekommen wir noch mehr Hostienschlucker.
 
Einleitung:
 
Worauf müssen wir achten bei der Verehrung des Altarssakraments?
 
Wir haben den Anbetungstag in der Karwoche. Es geht ja auch um die Vergegenwärtigung des Kreuzopfers in der Messfeier. Es gilt mehr und mehr weg zu kommen von einer Veräußerlichung im Umgang mit der Messfeier. Das gilt dann besonders auch für die Anbetung.


Hauptteil:
 
Was gilt bei dem Thema zum Anbetungstag, wenn wir an die Wandlungsworte denken?
„Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“


1: Was ist das Eigentliche des Mitfeierns der Messe?
 
An dem geht man sehr oft leider vorbei. Sie wird ja oft als Show pervertiert. Darum will ich da besonders achtsam sein. Zu dem Eigentlichen der Messfeier muss man sich den Zugang schenken lassen. Wir dürfen nicht bei der schönen und leider auch sehr unterhaltsamen Form stecken bleiben. Das muss ich für die Mitfeier der Messe lebendig gegenwärtig haben. So gibt es ein falsches Verständnis der tätigen Teilnahme an der Messfeier. Es gilt sich schenken zu lassen einen Glaubenszugang zu Jesus Christus jetzt. Ist mein Glaube an Jesus Christus schon wirklich geweckt worden? Dann gilt es anzunehmen im Glauben die lebendige Gegenwart Jesu und schon beim Gang zur Kirche davon erfüllt zu sein. Der Priester sagt es in der Person Christi. „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“

2: 


Damit ich Jesus wirklich im Altarssakrament anbeten kann braucht es doch dieses. Ich spreche also von der Vorraussetzung von unserer Seite.
 
Ich spreche von der besonderen Glaubensverbindung mit Jesus Christus. Christ sein aus Gewohnheit ist da zuwenig. In der Messe geht es auch darum um meine Antwort auf die Lebenshingabe Christi. Dann wird eigentlich die Mitfeier der heiligen Messe zu einer tätigen Mitfeier der Messe. Das ist meine Anbetung Jesu Christi. Darum ist von einer Jesusbegegnung zusprechen. Darum müssen wir von der geistlichen Gegenwart Jesu als erhöhter Herr sprechen. Sie verheißt uns ja Jesus Christus. „Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“ So dürfen wir uns glaubend einüben in den Wandel in der Gegenwart Gottes. Das fängt beim Beten an. Wer sich nicht glaubend ins Beten einübt auf Jesus hin, dem wird die Mitfeier der Messe auch leider fremd bleiben. Beim beten muss ich ja auch das wirklich ernst nehmen, was ich sage. Sonst ist es oft nur ein technisches beten.

3: Was ist das Eigentliche des Mitfeierns der Messe?
 
Denken wir an den Schluss des eucharistischen Hochgebetes. „Durch ihn und mit ihm und in ihm, ist dir Gott Allmächtiger Vater alle Herrlichkeit und Ehre jetzt und in Ewigkeit.“ Jesus bringt dem Vater die schuldige Verehrung und Anbetung dar. Dafür hat sich Jesus ja auch schon als der Menschensohn auf Erden eingesetzt. Dafür hat sich Jesus auch in Prüfungen bewährt, wie in der Versuchung in der Wüste. Jesus hätte ja alle Reiche der Welt haben können. Der Satan bietet Jesus an. „Dies alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.“ Jesus antwortet ganz scharf. „Den Herrn deinen Gott sollst du anbeten und ihm allein dienen.“ Denken wir darum auch da an das erste Gebot Gottes. „Du sollst an einen Gott glauben.“ Jesus hat es als Sohn ganz erfüllt. So geht es darum um unseren Zugang zu Gott. Wie wichtig ist ja gerade das in unserer Zeit. In der Anbetung des Vaters folgen wir Christus dem Sohn als Söhne und Töchter Gottes. Da ist für uns dann ganz der Himmel offen.

4: Christus will angebetet werden.
 
Das ist für mich wohl das Wesentliche und das Eigentliche der Messfeier. Man muss also Jesus Christus anbeten. Er hat ein Recht darauf. Auch der himmlische Vater ordnet es an. Er will, dass jedes Knie sich beuge vor dem Mensch gewordnen Wort, im Himmel auf der Erde und unter der Erde. Im Himmel betet Jesus der ganze himmlische Hofstatt an. Würdig ist das Lamm, das geschlachtet wurde, Macht zu empfangen, Reichtum und Weisheit, Kraft und Ehre, Lob und Herrlichkeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Das ist viel mehr als die Verehrung eines Menschen. Das ist auch Gottesverehrung in Jesus. Jesus ist ja der Sohn Gottes. Die nennen wir Anbetung. Bei der Mitfeier der heiligen Messe sind wir ja dann ganz anders dabei. Christus ist ja nicht nur ein besonders guter Mensch. Darum machen wir ja vor dem Tabernakel eine Kniebeuge. Jesus sagt uns auch. „Wenn ich von der Erde erhöht bin, werde ich alle an mich ziehen.“ „Wir beten dich an Herr Jesus Christus und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.“ Und so kann ich Jesus auch anbeten. „Ich lieb dich Herr, keiner ist wie du. Anbetend neigt sich mein Herz dir zu.“ Jetzt aber soll Jesus im allerheiligsten Sakrament angebetet werden. Der Tabernakel ist Jesu königliche Residenz. Die eucharistische Anbetung ist Jesu Thron auf Erden. Bei der Anbetung Jesu darf ich mir all das von Jesus Christus vergegenwärtigen, was ich von ihm weiß. Im Altarsakrament ist das mit Jesus ganz da. „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“

Schluß:
 
So soll es nun noch ein geistliches Schlusswort geben.
 
Die Jesus anbeten, bringen den wahren Segen in das Leben. An Gottes Segen ist ja alles gelegen. In der Anbetung will Jesus zur Lebensquelle werden. So erkennen wir Jesus als unseren Herrn und Meister an. Du sagst uns ja zur Ermutigung.
 
„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“
„Wer an mich glaubt, wird leben und wer im Glauben an mich lebt, wird in Ewigkeit nicht sterben.“




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Diese Seite wurde am 19. März 2005 von Familie Wimmer erstellt.